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Droste Lectures

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2020: Maren Kames & Sivan Ben Yishai

»ANNIES. EIN GESANGLICHES KONZERT«

Zwei der kraftvollsten Schriftstellerinnen der jüngeren Generation sprechen mit uns und Droste über Krieg und Frieden durch die Jahrhunderte und in der Sprache.
Die Droste Lectures entstehen 2020 im Dialog zwischen zwei Autorinnen: Sivan Ben Yishai studierte Dramatisches Schreiben und Regie in Tel Aviv. Sie schreibt über den Krieg im Frieden und Cappuccino und Tränengas. Maren Kames entwickelt im Grenzgebiet zwischen den Genres performative Formate an der Schnittstelle von Stimme, Sound und Raum – etwa zur dünnen Wand zwischen Traum und Trauma.

Seit drei Jahren arbeiten sie zusammen – Kames als Übersetzerin von Ben Yishai – und treffen nun zum ersten Mal in einem gemeinsam geschriebenen Text aufeinander. Inspiriert und gerahmt ist dieser von Droste-Hülshoffs Biografie und von dem, was hätte sein können, wenn sie selbst und ihre Zeitgenoss*innen anders an sie geglaubt hätten.
Zusammen setzen die Autorinnen Sprache und Symbiose, Kollaboration und Krieg, mausige Haare, weinerliche Hunde und depressive Poet*innen ins Zentrum einer überbordenden und zugleich glasklaren Lecture Performance. Sie beschäftigen sich damit, wie vielfältig oder eingeschränkt eine Göttin in ihrem Rollenbild – als Abbild der Menschen – sein konnte und kann.
Produziert von und mit den Sounddesigner*innen und Filmemacher*innen HYENAZ.

Künstler*innen

Das Droste Festival 2020 wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Schirmherrin des Festivals ist die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, Michelle Müntefering.
Präsentiert von Der Freitag und taz.


© Sabrina Richmann

2019: ICW – Institut für chauvinistische Weiterbildung

Das Institut für chauvinistische Weiterbildung ist ein Institut für chauvinistische Weiterbildung. Es wurde 2017 von den Autorinnen Katja Brunner, Daniela Janjić, Gerhild Steinbuch, Darja Stocker und Ivna Žic gegründet und befasst sich mit Versatzstücken patriarchaler Macht.

Im Rahmen der »Droste Lectures« entwickelt das ICW gemeinsam mit der Musikerin und Künstlerin Anna Kohlweis einen begehbaren Feminist Showroom, der, anders als solche Räume auf Messen oder in Geschäften, keine Produkte ausstellt, sondern vielmehr Prozesse und Erlebnisse teilt. Eine »Frau«, schreibt Annette von Droste-Hülshoff, muss mit allen möglichen Unannehmlichkeiten rechnen, wenn sie (künstlerisches) Neuland betreten will. Dieser Art der Zuschreibungen begegnet sie mit einem Aufruf an ihre Kolleginnen, die Wichtigkeit der eigenen Tätigkeiten und deren poetische Verarbeitung anzuerkennen. Es ist das Manifest einer Einzelnen, das das ICW nun kollektiv und vielstimmig weiterschreibt: Für die Relevanz weiblicher* Erfahrungen und die lustvolle Auseinandersetzung damit. Für Solidarität unter Kompliz*innen. Für das Erweitern und Sprengen der Norm. Für Sprachbomben. Für Loslösung und Autonomie.

Das Droste Festival 2019 wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und das Droste-Forum e.V.


2018: Liat Fassberg, Barbara Köhler und Tilman Rammstedt

Sie dürfen erwarten:
Tilman Rammstedt, u.a. Träger des Ingeborg-Bachmann-Preises und des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises! Er nähert sich der Dichterin mit seinem fließenden Erzählen und seinem treffsicheren Gespür für Situationskomik und Sprachwitz.

Barbara Köhler, Lyrikerin, Erzählerin und hochgelobte Übersetzerin! Sie überschreibt Drostes Text mit einem poetischen Diavortrag, in dem sich post-industrielle Landschaft und digitale Wahrnehmung treffen und reflektieren, was das Soziale in dieser Zeit noch sein kann.

Und Liat Fassberg, aus Israel stammende Dramatikerin! Sie verfasst eine transnationale Replik auf das Schaffen der Droste – in mehreren Sprachen.

Everything is just, / so fucking almost. / Forever and ever / and ever.

— Liat Fassberg
Künstler*innen

Die Droste Lectures sind eine Eigenproduktion von Burg Hülshoff – Center for Literature.
Die Droste-Tage 2018 werden gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Droste-Forum e.V. sowie unterstützt durch das Kulturamt der Stadt Münster.