DROSTE DIGITAL
Handschriften - Räume - Installationen

DROSTE DIGITAL
Handschriften - Räume - Installationen

Eröffnung am 15. September 2022

Laufzeit: 16.09.2022 – 30.09.2023

Ort: Burg Hülshoff, Havixbeck bei Münster

Gemeinsam mit unseren Tourguides erkundet ihr in Kleingruppen von bis zu 6 Personen die neue Ausstellung.

Preis pro Person 14,00 € regulär / 9,00 € ermäßigt*
Menschen bis 18 Jahre Eintritt frei.

Mittwoch bis Sonntag
täglich um 11, 12.10, 13.20, 14.30, 15, 15.45, 16.10, 17 und 17.20 Uhr

Samstag und Sonntag
zusätzlich um 11.30, 12.40 und 13.50 Uhr

Dauer: 60 Minuten
Treffpunkt: 10 Minuten vor Tour-Beginn im Droste-Museum auf Burg Hülshoff

Tickets sind vor Ort, per E-Mail an shop@burg-huelshoff.de oder telefonisch unter 02534 1052 erhältlich.

Die Ausstellung ist über eine Treppe erreichbar.

Zum ersten Mal macht eine Ausstellung die digitalisierten Handschriften der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff zugänglich. Erlebt auf Burg Hülshoff, dem Geburtsort der Poetin, den Kosmos ihrer mikroskopisch kleinen Handschriften. Auf der Burg könnt ihr sechs neue Räume entdecken. Um die Handschriften in die Gegenwart zu holen, haben wir Schriftstellerinnen und Künstler*innen-Kollektive eingeladen, sich mit den Textbildern zu beschäftigen und einzelne Räume zu gestalten.

Die ausgewählten Handschriften gehören zum Meersburger Nachlass, der mit 1500 Textseiten ungefähr zwei Drittel des gesamten Nachlasses der Schriftstellerin umfasst. Der herausragende Kulturschatz besteht aus sehr unterschiedlichen Textsorten, zum Beispiel Reinschriften von und Entwürfe zu Gedichten, Motivsammlungen, Briefe sowie Notizen, Quittungen und Listen. Der Nachlass gehört der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, wird verwaltet von der Staatsbibliothek zu Berlin und wurde vom LWL-Archivamt für Westfalen erstmals umfassend digitalisiert. Diese Digitalisate bilden die Grundlage für die Ausstellung DROSTE DIGITAL.

Digitalisiertes Handschriften-Manuskriptblatt zur Motivsammlung Die Judenbuche. Signatur: 1064_MA II 3_001
Digitalisiertes Handschriften-Manuskriptblatt Motivsammlung »Die Judenbuche« © LWL-Archivamt für Westfalen



Die Autorin Dorothee Elmiger befasst sich mit der Motivsammlung zur Judenbuche und gestaltet das Studierzimmer von Drostes Vater. Die Schriftstellerin und Lyrikerin Nora Gomringer setzt sich mit dem Frühwerk Bertha oder die Alpen auseinander und verwandelt Drostes Kinder- und Jugendzimmer. Almut Pape und Emese Bodolay vom Künstler*innen-Kollektiv Anna Kpok Anna Kpok haben sich mit der Musikerin Laura Eggert zusammen getan, um aus dem Gedichtzyklus Klänge aus dem Orient eine begehbare Landschaft zu entwickeln, die Teil eines ganzen Orient-Kosmos der Droste ist. Das internationale Künstlerinnen-Kollektiv Hyphen-Labs (Ece Tankal und Carmen Aguilar y Wedge) befasst sich ausgehend vom Gedichtzyklus Die Elemente mit dem Verhältnis von Natur und Kultur im einstigen Badezimmer.

» […] Fühlst du das Herz in dir, nicht heiß
Doch ehrlich, uns entgegen schlagen,
Dein Wort kein falsch und trügend Gleis,
Befleckend was die Lippen tragen, […]«

— aus »Ungastlich oder nicht?« von Annette von Droste-Hülshoff

In zwei weiteren Räumen wird in das Thema der digitalisierten Handschriften eingeführt, unter anderem wird der Prozess der Digitalisierung selbst beleuchtet, aber auch wie sich die Seiten beim Schreibprozess der Droste gefüllt haben. Eine App begleitet die Ausstellung und erweitert die historischen Räume.


Die Ausstellung Droste Digital ist eine Eigenproduktion von Burg Hülshoff – Center for Literature und wird gefördert durch die LWL-Kulturstiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm »Digitalisierung in Kultur und Medien«.

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In Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin, der LWL-Literaturkommission für Westfalen, dem LWL-Archivamt, dem Literaturmuseum der Moderne – Deutsches Literaturarchiv Marbach, Burg Vischering und dem Kulturgut Haus Nottbeck.

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Präsentiert von Westfälische Nachrichten und kultur.west.

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