Über die Stiftung

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Die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung ist die Trägerin von Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus und damit auch des CfL.

Im Herbst 2012 wurde unter der Federführung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung gegründet. Ein vorrangiges Ziel der Stiftung ist es, Burg Hülshoff in Havixbeck gemeinsam mit Haus Rüschhaus in Münster-Nienberge dauerhaft für die Öffentlichkeit zu erhalten und als Kulturorte auszubauen. Weitere Ziele sind die Bewahrung und Vermittlung der mit dem Namen von Droste zu Hülshoff verbundenen kultur- und kunsthistorischen Werte sowie die Unterstützung von Kunst und Kultur, Bildung und Forschung.

An der mit 19,3 Millionen Euro Gründungskapital ausgestatteten Stiftung beteiligten sich über 20 Stifter. Das mit der Stiftungsgründung verbundene Vorhaben des Ausbaus des kulturhistorisch bedeutenden Standorts zu einem Literatur- und Kulturzentrum wird von großer öffentlicher Akzeptanz und einem breiten kulturpolitischen Konsens in der Region Westfalen-Lippe sowie auf Landes- und Bundesebene getragen. Mit den Erträgen aus dem vorhandenen Kapitalstock können die Kosten für den Erhalt und Betrieb von Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus im gegenwärtigen Zustand abgedeckt werden.

Der Familiensitz Burg Hülshoff wurde mitsamt Bibliothek, Kunst- und Einrichtungsgegenständen sowie allen Ländereien von der letzten Eigentümerin, Jutta Freifrau von Droste zu Hülshoff (1926-2015), in die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung eingebracht. Das stattliche Anwesen besteht aus einer bereits im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnten Wasserburganlage mit Renaissance-Herrenhaus, einer Vorburg, Wirtschaftsgebäuden sowie einem weitläufigen Park.

Ebenso der Obhut der Stiftung anvertraut wurde der zweite westfälische Wohnsitz der Annette von Droste-Hülshoff, das nur fünf Kilometer von Hülshoff entfernte Haus Rüschhaus. Es wurde von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege erworben und der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung dauerhaft zur Nutzung zur Verfügung gestellt. In dem vom Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun errichteten architektonischen Kleinod, das als Mischung von Herrenhaus und Bauernhaus einen besonderen Reiz hat, schrieb Annette von Droste-Hülshoff unter anderem ihre weltbekannte Novelle Die Judenbuche.

Die Wirtschaftsbetriebe der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung, hauptsächlich bestehend aus Gastronomie (Café-Restaurant auf Burg Hülshoff) und Museumsbetrieb (Droste-Museum auf Burg Hülshoff sowie öffentliche Führungen durch das Haus Rüschhaus) stellen eine wichtige Säule der Stiftung dar.