Deep Work | Schreiben und Coden

Die Laufzeit der Ausstellung im Jahr 2021 ist beendet. Deep Work wird voraussichtlich ab April 2022 wieder im Rüschhaus zu sehen sein.

Der Begriff ›Deep Work‹ kommt ursprünglich aus dem Bereich der Informatik und beschreibt einen Zustand tiefer Konzentration. Diese Art der Versenkung in ein Thema kennen wir auch aus künstlerischen Arbeitsprozessen, insbesondere dem literarischen Schreiben.
Mit unserer Ausstellung Deep Work | Schreiben und Coden erforschen wir den Zusammenhang von Schreiben und Coden, von Menschensprache und Maschinensprache. Beide verfügen über eine Syntax, also bestimmte Regeln und Muster und beide arbeiten mit dem Alphabet als einer geordneten Menge von Grundzeichen.

In der ersten Etage des Rüschhauses entdecken wir: Bereits im 19. Jahrhundert gab es entscheidende Entwicklungen, die unsere digitale Gegenwart erst ermöglicht haben. Eine Augmented-Reality-App macht das im Schreibzimmer von Annette von Droste-Hülshoff mit virtuellen Ausstellungsobjektenerfahrbar: Wir begegnen Ada Lovelace, die als erste Programmiererin gilt und über eine ›poetische Wissenschaft‹ nachdachte. Wir lernen den Jacquard-Webstuhl und das Lochkarten-System als erste Software kennen und nähern uns dem Zusammenhang der Kulturtechnik des Strickens und Webens mit dem Coden.

Eine Etage höher präsentiert ein ›Codingraum‹ Ausstellungsbeiträge von Gegenwartskünstler*innen und Wissenschaftler*innen. In Filmen, 3D-Videos und Performances geht es um das Geschlechterverhältnis beim Coden, Textmaschinen und künstlerisches Schreiben im Digitalen.

deep-work_ausstellungsapp_c_phil-wachowitz
deep-work_qr-code-wuerfel_c_phil-wachowitz
deep-work_codingraum_c_phil-wachowitz_szenographie-studio-mimese
deep-work_codingraum_c_phil-wachowitz_szenographie-studio-mimese_detail
Preview zu Deep Work

Neben unserer digital basierten Sonderausstellung im Haus Rüschhaus (Münster) gibt es online eine Projektseite, die einen Einblick ermöglicht in den Zusammenhang von Schreiben und Coden.

Zur Projektseite

Die Sonderausstellung Deep Work | Schreiben und Coden, eine Eigenproduktion von Burg Hülshoff – Center for Literature, wird gefördert durch die LWL-Kulturstiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm »Digitalisierung in Kultur und Medien«.

Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Jörg Albrecht
Kuration und Projektmanagement: Sonja-Anna Lesniak und Kerstin Mertenskötter
Kuratorische Beratung: Prof. Dr. Dr. h.c. Sybille Krämer
Programmierung Ausstellungsapp: DroidSolutions
Ausstellungsszenographie: Studio mimese
Technische Betreuung: Brigitte Hamar und Seif Nabih
Grafik: Kruse & Müller