Gegenstand ihrer künstlerischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit den Interieurs japanischer Love Hotels. Diese romantisch verkitschten Räumlichkeiten dienen als Ausgangspunkt, um Adoleszenz, Eskapismus, Liminalität und Begehren zu erkunden. Im Zentrum steht die Inszenierung von Rollen – weniger Menschen, mehr Objekte, Wesen oder architektonische Elemente, wobei selbst der Raum zur Protagonistin wird, die spricht, denkt und agiert. Die daraus entstehenden traumartigen Fragmente eröffnen einen Zwischenraum, in dem Liebe, Begehren und Sehnsucht neu verhandelt werden. Sie flirtet bewusst mit Klischees, um patriarchale Strukturen zu irritieren. Kitsch wird dabei zu einem subversiven Vokabular, einem ästhetischen Widerstand gegen Gutbürgerlichkeit und vermeintliche Hochkultur. Ihre Arbeit ist eine spielerische Erkundung von Identität, Weiblichkeit und Ausdruck, bei der das Vertraute sanft durch das Unerwartete und gelegentlich mit bissigem Humor gebrochen wird.
