Land Lines ist ein künstlerisches Forschungslabor. Es beschäftigt sich mit Themen wie Bewegung zwischen Orten, Vielfalt, Klimawandel und Versorgung. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann Kultur in ländlichen Regionen heute gut funktionieren? In einem Kongress, einer performativen Planwagenfahrt und in Workshops nähern wir uns dieser Frage. 2026 wird eine Publikation die Ergebnisse zusammenfassen.
Kongress zu Kunst, Kultur und Verbindungen in ländlichen Räumen vom 5. bis 8. März
Ländliche Räume sind vielfältig. Kultur gehört immer dazu. Aber Perspektiven und Erfahrungen in verschiedenen Regionen unterscheiden sich stark. Der Kongress Land Lines bringt Menschen aus Kunst, Wissenschaft und Kulturpraxis zusammen. Es gibt Inputs, Tischgespräche und Workshops. Die Teilnehmenden tauschen sich aus, denken gemeinsam und entwickeln Ideen.Im Mittelpunkt steht die Fragen: Wie gestalten kulturelle Orte in ländlichen Räumen ihr Programm? Wie greifen sie gesellschaftliche Themen auf? Welche neuen Wege erproben sie?
Der Kongress findet auf Burg Hülshoff statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Rückblick:
Auftakt am 11. September + Kongress vom 5. bis 8. März
Herzlich Willkommen zum Auftakt von LAND LINES. Mit einer kulinarischen Intervention von der Künstlerin Marie Donike und Musik vom Jugendorchester Havixbeck präsentieren die Wissenschaftlerin Sabine Nuss und der Künstler Fernando García Dory Vorträge zu ihrer Arbeit.
Fernando Dory-Garcia spricht über künstlerische Strategien, Versorgung und Verteilung in ländlichen Räumen zukunftsfähig zu gestalten. Sabine Nuss spricht über Eigentum: Angesichts ökologischer und ökonomischer Krisen sowie erstarkender reaktionärer Tendenzen rücken Eigentumsfragen als Grundlage der Verteilung von Ressourcen und Resilienz verstärkt ins öffentliche Interesse. Der Vortrag zeigt, wie die historische Durchsetzung von Privateigentum unsere Gegenwart prägt – nicht nur durch gesellschaftliche Konflikte, sondern auch durch bestimmte Narrative, die alternative Lösungen blockieren. Er schlägt dabei die Brücke zu aktuellen Fragen von kultureller Teilhabe, Infrastruktur und Versorgung im ländlichen Raum.
Das Ensemble von Stadt. Land. Bühne Münsterland präsentiert zu Beginn und am Schluss Texte und Musik von lokalen Künstler*innen auf dem Vorplatz von Burg Hülshoff.
Performance: DIE PLANWAGEN-FAHRT am 12. und 14. September (Anmeldung 12.09 hier + Anmeldung 14.09 hier)
Zwischen Schöppingen und Burg Hülshoff wird der Weg selbst zur Bühne: Auf einer gemeinsamen Fahrt im Planwagen machen wir Halt an verschiedenen Orten. Dort entfalten sich Performances – entstanden aus Residenzen und Begegnungen vor Ort. Die Künstler*innen Matthew Blaise, Lisa Klosterkötter, Uta Ruge, Jan Brandt, Muna Gurung und das Kollektiv Syndikat Gefährliche Liebschaften werden bei unserem Kooperationspartner Künstlerdorf Schöppingen in Residenzen leben und sich künstlerisch ländlichen Räumen nähern. Die künstlerischen Beiträge greifen Fragen auf, die viele Menschen bewegen: Wie leben wir zusammen? Was prägt unseren Alltag? Welche Geschichten liegen zwischen den Orten? Für Essen und Getränke ist gesorgt. Alle sind eingeladen mitzufahren, zuzuhören und ins Gespräch zu kommen.
Workshops (25. April, 18. Mai, 30. Juni)
»Land Line« ist der englische Begriff für die Festnetz-Telefonleitung. Wir nehmen die Hörer in die Hand und vernetzen uns: Wir laden Menschen über mehrere Monate hinweg dazu ein, sich mit Möglichkeiten und Perspektiven künstlerischer und kultureller Arbeit in ländlichen Regionen zu beschäftigen. In Workshops fragen wir uns gemeinsam mit Künstler*innen: Welche Rolle spielt Kunst und Kultur in ländlichen Räumen? Wer ist mit Kultur versorgt und wer sorgt sich um kulturelles Leben?