
Die Droste Welten sind eine Ausstellung an zwei Orten, die zusammengehören: die Burg Hülshoff in Havixbeck und das Rüschhaus in Münster-Nienberge. An beiden Orten lebte die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Zum ersten Mal in Deutschland steht eine Schriftstellerin im Mittelpunkt einer dauerhaft angelegten Ausstellung an historischen Original-Orten.
Die Droste Welten laden die Besucher*innen dazu ein, Annette von Droste-Hülshoff neu zu entdecken. Im Rahmen der Ausstellung setzen sich zudem zeitgenössische Autor*innen und Künstler*innen mit ihren Texten auseinander und führen die von Droste behandelten Fragen weiter. So entsteht ein Austausch zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Konkret verbinden die Droste Welten vier Orte:
- die Burg Hülshoff: eine Wasserburg mit groß angelegtem Park,
- das Haus Rüschhaus: ein barockes Landhaus mit Nutz- und Ziergarten,
- den Lyrikweg: die Landschaft zwischen Burg und Rüschhaus,
- und die Digitale Burg: ein Raum für Literatur im Netz.

Annette von Droste-Hülshoff lebte von 1797 bis 1848. Sie gehört zu den wichtigsten Autorinnen der deutschen Literatur. Sie schrieb Gedichte und Erzählungen und arbeitete sehr genau mit Sprache. Ihre Texte verbinden eine feine Beobachtung der Natur mit einer klaren Beschreibung von Gefühlen. Gleichzeitig hinterfragte sie die gesellschaftlichen Regeln ihrer Zeit, etwa die Rolle der Frau zwischen Freiheit und Eingrenzung. Leben und Schreiben waren für sie eng verbunden.
Droste Welten heißt: entdecken und erforschen, verweilen und erholen, mitmachen und austauschen.
Annette von Droste-Hülshoff, aus: Im Grase»Süße Ruh', süßer Taumel im Gras
von des Krautes Arom umhaucht«

Das Haus Rüschhaus war der Wohn- und Arbeitsort von Annette von Droste-Hülshoff. Von 1826 bis 1846 lebte sie hier. Das ehemalige Landhaus steht für Rückzug und konzentriertes Arbeiten. Umgeben von der Natur und einem liebevoll angelegten Garten fand sie hier Raum zum Leben und Schreiben.
Heute wird diese Verbindung von Natur und Garten neu belebt. Der Hauptgarten wird neu gestaltet. Zusätzlich entsteht ein Nutzgarten.
Der neu gestaltete Mitmach-Garten lädt dazu ein, die Natur zu beobachten oder selbst aktiv zu werden. Bald wird hier gemeinsam gesät, gepflanzt und geerntet. Nachhaltiges Gärtnern, gemeinsames Lernen sowie der Erhalt der Artenvielfalt und die Förderung der Biodiversität stehen dabei im Mittelpunkt. Auch Bienen und andere Insekten lassen sich beobachten.
Auf den Spuren von Annette von Droste-Hülshoff und ihrer Schwester Jenny geht es hinaus in die Natur.
Interesse oder der Wunsch nach weiteren Informationen? Dann gerne melden unter garten@burg-huelshoff.de
Alle – ob mit oder ohne Vorkenntnisse – sind zum Gärtnern eingeladen!
Annette von Droste-Hülshoff, aus: Der Knabe im Moor»O schaurig ist’s über’s Moor zu gehn
Wenn das Röhricht knistert im Hauche!«
Die Häuser sind aufgrund von Umbauarbeiten aktuell nicht besuchbar. Das Rüschhaus eröffnet am 15. April. Das Droste-Museum auf Burg Hülshoff ist ab dem 01. Juli wieder zu besuchen.
Das Café-Restaurant DROSTE 1797 auf Burg Hülshoff ist von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Informationen zum Umbau und den Öffnungszeiten werden auf der Website aktuell gehalten.
Das Projekt Droste-Welten wird von der EU kofinanziert und gefördert von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Projekts Natur & Netze.
