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Language Sound Matters: Poetry in Performance

Performance in der Studiobühne der Universität Münster

20:00 – 21:30 Uhr
Studiobühne Uni Münster

Abends werden in der Studiobühne drei sprachkünstlerische Duos in dialogischen Formaten auftreten. Sprache wird hier mit künstlerischen Mitteln als Ereignis untersucht.

Club Real treten in ihrer Performance Organismendemokratie in einen Dialog und verhandeln Rechte für alle Lebewesen. Als Insekten verkleidet wird leidenschaftlich diskutiert, ein Dialog als Streitgespräch. Club Real wurde 2000 in Berlin gegründet und realisiert unterschiedliche Kunst- und Performanceprojekte, oftmals partizipativ und ortsspezifisch. Neben ihren Performances lädt Club Real das Publikum auch in Installationen, Eins-zu-Eins-Begegnungen, und politischen Rollenspielen dazu ein, alternative Realitätsentwürfe mitzugestalten.

Ulrich Nixdorff (Monique Ulrich und Tabea Nixdorff) performen Paratexte – Texte, die neben dem eigentlichen Textkörper stehen, etwa Widmungen oder Fußnoten – die sie in Archiven und Bibliotheken sammeln. Ihr Stück Sounding Out (Reading Paratexts) erkundet dieses ‚neben‘ als Ort und hört sie als Zeugnisse der vielen Arbeitsschritte und kollektiven Anstrengungen bei der Entstehung eines Buches ab. Als Künstlerinnen-Duo arbeiten die beiden seit 2018 zusammen und haben seither performative Lesungen gegeben und während Aufenthaltsstipendien gemeinsam recherchiert.

https://bibliothekandreaszuest.net/errare-and-some-bits-of-mapping/

Das Duo Andreas Bülhoff und Marc Matter verwandeln Wortmusik in ein DJ-Set, indem Schleifen (Loops) aus mehrdeutigen Wörtern übereinandergeschichtet und mit Soundeffekten verfremdet werden. In ihrer Sound-Performance Again As wird auf vier Plattenspielern eine Art Sprechmusik auf der Basis von zusammengemischten Schallplatten improvisiert. Von diesem Projekt existiert auch eine Radiofassung, die vom SWR Rundfunk in Auftrag gegeben wurde. Die beiden betreiben auch das Verlagsprojekt Spoken Matter, welches sprachbasierte Audioarbeiten auf Tonträgern und im Internet zugänglich macht.

Language Sound Matters: Poetry in Performances ist eine experimentelle und spielerische Veranstaltung. Die Performances eröffnen Zugänge zu Texten jenseits des Lesens: Literatur ist hier Sound und Performance von Menschen und nicht-menschlichen Wesen – Stimme, Klang, Wiederholung und Rhythmus.

Eine Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsstelle Phonopoetik/Lehrstuhl Herrmann und Burg Hülshoff – Center for Literature.

Eine Anmeldung vorab ist nicht notwendig.

Akteur*innen

Marc Matter, Tabea Nixdorf, Monique Ulrich

Förderer

Eine Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsstelle Phonopoetik/Lehrstuhl Herrmann und Burg Hülshoff – Center for Literature (CfL).