Judenbuche and beyond

Jüdische Leben in Deutschland heute

Lesung und Gespräch mit Linda Rachel Sabiers und Ron Segal

19:30 – 21:00 Uhr
Rüschhaus

Am 26. November wird die Lesereise des Projekts Judenbuche and beyond mit einer Lesung im Rüschhaus abgeschlossen.

Die Autor*innen Linda Rachel Sabiers und Ron Segal lesen aus ihren Texten Ein Hund für einen Juden und Gegen das Messer. Beide nehmen Bezug auf Annette von Droste-Hülshoffs Novelle Die Judenbuche (1842). In ihren Texten erzählen Ron Segal und Linda Rachel Sabiers von Erfahrungen jüdischer Menschen in Deutschland. So geht es um die Wirkmacht von Vorurteilen und den Umgang mit Mehrdeutigkeit in der eigenen Familiengeschichte. Die Lesung wird begleitet von einem Gespräch, in dem es um die Texte, aber auch die Begegnungen mit dem Publikum in Westfalen geht. An welche Orte führte Judenbuche and beyond die beiden Autor*innen? Welche Erkenntnisse haben sie über die Region gewonnen, in der Drostes Text spielt?

Zur Judenbuche:
Die Judenbuche ist eine Novelle. Eine Novelle ist eine kurze Erzählung. Annette von Droste-Hülshoff erfährt von einem Kriminalfall im Paderborner Land. Sie erzählt von diesem Fall in ihrem Text. Er erscheint im Jahr 1842. Das Geschehen spielt im Dorf B. Der alte Mergel erfriert in einer kalten Winternacht. Sein Sohn Friedrich wächst bei der Mutter auf. Viele Jahre später geht die Geschichte weiter: Eine kriminelle Bande rodet nachts große Waldflächen. Der Förster Brandis wird tot aufgefunden. Eine Axt ist die Tatwaffe. Auch der jüdische Geschäftsmann Aaron wird getötet. Annette von Droste-Hülshoffs Text enthält also mehrere Morde. An Menschen. Aber auch am Wald selbst. Die Autorin fragt: Was ist richtig? Was ist gerecht? Sie verzichtet auf eine eindeutige Antwort.

Diese Veranstaltung ist Teil unseres BNE-Programms.

Akteur*innen

Förderer

Das Projekt Judenbuche and beyond wird von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum Jubiläumsjahr 2025 »1250 Jahre Westfalen« gefördert.
Schirmherr des Kulturprogramms ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Gefördert wir das Projekt außerdem von der Kunststiftung NRW.