Julia Nitschke (*Ruhrgebiet) ist Performancekünstlerin, Kuratorin und aktuell DePOT Artist in Residence Fellow. In ihren Arbeiten verbindet sie performative Künste mit Archiv- und Recherchepraxis und untersucht, wie persönliche, lokale und transnationale Geschichte(n) erzählt, erinnert und neu gelesen werden können. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Camp, Archiv und Humor und arbeitet bewusst mit unterschiedlichen Formen und Genres – von Lecture Performances und Burlesque über Revue und Schlager bis hin zu Orakeln und performativen Lehrsituationen.
Im Zentrum ihrer Arbeit stehen deutsch-polnische Migrations- und Verflechtungsgeschichten, queer-feministische Archivarbeit sowie deutsche Vergangenheit und Erinnerungskultur. Dabei interessiert sie insbesondere, wie sich Geschichte jenseits kanonisierter Erzählungen über Körper, Stimmen, Alltagswissen und lokale Archive erschließen lässt.
Zuletzt war Nitschke mit ihrem Kollektiv Grupa Mauczka im Rahmen der Manifesta 16 Ruhr vertreten. Mit ihren unterschiedlichen Arbeiten war sie unter anderem am Schauspiel Dortmund, Schauspiel Düsseldorf, PACT Zollverein, FFT Düsseldorf, WUK Wien, Ringtheater Berlin und im Lenbachhaus München zu Gast.
(Stand: September 2026)
