Künstler*in

Darja Stocker

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© Mohamed Ali Itaief

Geboren 1983 in Zürich, studierte szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin (UdK). Mit ihrem Debütstück Nachtblind gewann sie 2005 den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes (eingeladen zu den 32. Mülheimer Theatertagen). Es wurde in zehn Sprachen übersetzt und über zwanzig Mal im In- und Ausland aufgeführt. Ihr zweites Stück Zornig geboren wurde 2009 unter der Regie von Armin Petras am Maxim Gorki Theater in Berlin uraufgeführt.

Die Inszenierung wurde u.a. zum Festival de Theatro de la Habana in Kuba eingeladen. Gemeinsam mit der Autorin Claudia Grehn recherchierte und schrieb Darja Stocker 2010/11 das Auftragswerk REICH ES NICHT ZU SAGEN ICH WILL LEBEN für das Nationaltheater Weimar und das Centraltheater Leipzig (eingeladen zu den 37. Mülheimer Theatertagen).

Im Juli 2011 nahm Darja Stocker am International Residency Program am Royal Court in London teil, im Dezember war sie eingeladen zum Reveil. Festival der freien arabischen Theatergruppen in Alexandria. 2014 schuf sie die beiden Kurzstücke Precious (Schauspielhaus Zürich im Rahmen des Transit Festivals), sowie Take care comrade (Premiere am 17.02.2014 am Theater Freiburg im Rahmen des Art Affects Festivals).

2015/2016 schrieb sie für das Theater Basel das Stück Nirgends in Friede. Antigone., für das sie den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2016 erhält. Im selben Jahr ist sie Stipendiatin des Internationalen Forums des Theatertreffens Berlin. 2018 wird sie zu den Tagen der Nueva dramaturgia alemana mit Zornig geboren und Antigone nach Mexiko City eingeladen, wo sie gemeinsam mit Mohamedali Ltaief den Workshop trans.resist gibt. Im selben Jahr schrieb sie das Stück Crying for a Hundred Years or Throwing a Hundred Bombs, das 2019 am Theater Basel uraufgeführt wird.

Darja Stocker recherchiert seit mehreren Jahren zu Widerstandsbewegungen innerhalb und außerhalb Europas und arbeitet derzeit an freien Projekten.