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Protesting 2022: REVOLUTION UND MÜDIGKEIT UND PROTEST UND MÜDIGKEIT

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Feministischer Kampftag © Sonja Lewandowski
Online-Event

Viele Menschen halten sich mittlerweile einen großen Teil ihrer Zeit in virtuellen Räumen auf und auch der politische Aktivismus hat sich teilweise in die Timelines verlagert. Online streiten wir, mobilisieren für Themen, die uns am Herzen liegen, diskutieren über politische Fragen und schließen Bündnisse um Veränderungen herbeizuführen. Politischer Protest hängt immer auch an den Beziehungen der Protestierenden zueinander, ist nicht nur eine Frage zielgerichteter Kooperationen, sondern oft auch von Freundschaft und solidarischen Beziehungen. Der virtuelle Raum ist auch ein Beziehungsraum. In einem literarischen Dialog, der auf den Kanälen der Künstlerinnen @beritmiriam und @sandra_gugic auf Instagram – einer oft weiblich konnotierten Plattform mit einer Mehrheit weiblicher User*innen – stattfindet, stellen die Autorinnen Berit Glanz und Sandra Gugić die Frage, welche Handlungsspielräume und Revolutionsformen die Digitalität ermöglichen kann und wie aus einzelnen User*innen ein politisches Wir werden kann.

mit
Berit Glanz und Sandra Gugić

Protesting 2022
Gerade in Revolutionen, sagt Hedwig Richter, werden die klassischen Geschlechterrolle noch einmal festgeschrieben: Frauen nähen die Blusen für die Freiheitskämpfer, besticken ihre Flaggen und heilen ihre Wunden. Welche geschlechtspezifischen Formen von Aktivismus prägen die Gegenwart? Wie viel Platz haben solidarische Beziehungsweisen im Widerstand? Wem wird im Protest Autorität zugeschrieben und welche Handlungsspielräume und Revolutionsformen kann die Digitalität ermöglichen? In den folgenden Veranstaltungen will das Team von INSERT FEMALE ARTIST gemeinsam mit Burg Hülshoff - Center for Literature (CfL) mit Autor*innen, Expert*innen und dem Publikum in unterschiedlichen Formaten ins Gespräch über die Grenzen, Ressourcen und Beziehungsweisen von Revolutionen der Gegenwart kommen.

Protesting 2022 ist eine Produktion von INSERT FEMALE ARTIST und Burg Hülshoff - Center for Literature (CfL) und wird im Rahmen des Projekts »Worte wie Klingen« durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.