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Veranstaltung

Emotionale Arbeit in Beziehungen – Rollenbilder im Film

Fokus Care, Fokus World Wide World

01. August 2020 – 17:00 Uhr

CfL Coop: Frauen*Kollektiv Münster

Warum arbeiten eigentlich noch immer hauptsächlich weiblich gelesene Personen im Care-Sektor? Wer investiert privat Zeit und Energie, gibt Rückhalt, Nähe und Trost? Die Arbeitsgruppe »Kunst und Medien« des Frauen*Kollektiv Münster schaut für uns im Rahmen unseres Jahresschwerpunkts zu Fürsorge genau hin und fragt in einem Talk und einem Workshop, wie emotionale Care-Arbeit medial dargestellt wird – und wie wir vermeintlich festgefahrene Strukturen aufbrechen können.

Ob Fürsorge, Zuhören oder Zuwendung, in medialen Darstellungen übernehmen das oft weibliche (oder besser: als weiblich gelesene) Figuren. Dabei ist auch die Pflege emotionaler Beziehungen Care-Arbeit, die Kraft und Zeit kostet. Obwohl positiv konnotiert, bleibt sie meist ungesehen. Das Frauen*Kollektiv Münster startet eine kleine Zeitreise und schaut zurück auf die Filme und Serien der Kindheit und Jugend: Wer waren die Held*innen? Wer hatte immer eine Schulter zum Ausweinen? Ohne wen wäre alles zum Scheitern verurteilt gewesen?
Und wie haben diese Charaktere geprägt, wie wir heute Sorge tragen – in Beziehungen, Freund*innenschaft und gesellschaftlichen Kontexten? Ergänzend zum Talk schnürt das Frauen*Kollektiv vier digitale Care-Pakete für euch. Darin: Texte und Links, die die Recherche zum Talk begleitet haben.

Paket 1
Was bedeutet emotionale Arbeit und Mental Load?
– ab 20. Juli online.

Paket 2
Those who care - Rollenbilder in Film und Serien
– ab 27. Juli online.

Videotalk
Rollenbilder im Film
– ab 1. August online.

Paket 3
Stimmen und Meinungsbilder sichtbar machen
– ab 3. August online.

Paket 4
Stimmen und Meinungsbilder sichtbar machen
– ab 10. August online.

Why is it that it is still people read as female that primarily work within the care sector? Who privately invests time and energy, who provides support, intimacy and comfort? Over the course of a talk, Frauen*Kollektiv Münster asks how emotional care work is presented in the media. A trip through time with the films and TV series of one’s childhood and youth: Who were the heroes? Who always provided a shoulder to cry on? And without whom would everything have been doomed to fail?


Die Kooperation mit dem Frauen*Kollektiv Münster ist Teil des Projekts Keine Sorge/ Don’t Care von Burg Hülshoff – Center for Literature, gefördert durch die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW im Programm »Regionale Kulturpolitik«.