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Festival

Politik und Gefühl

World Wide World, Blinde Flecken/Blind Spots

23. April 2020 bis 25. April 2020

Denkfabrik 2020

Wie sind Politik und Gefühl heute verbunden? In einer andersartigen Konferenz, einer Denkfabrik, kommen Menschen aus Kunst, Wissenschaft und Studierende zusammen. Texte, Performance, Film. Und Diskussion!

Die Debatten in den Medien, aber auch in den Straßen und den Parlamenten sind aufgeheizt wie lange nicht. Gefühle scheinen die Politik auf einmal wieder vermehrt zu bestimmen.

Was ist geschehen, dass die Tendenz, auch in größeren Gruppen »mit der Faust auf den Tisch zu hauen«, wieder so groß wurde? Wo waren diese Gefühle zuvor? Unterdrückt? Oder für eine Weile verschwunden (durch Yoga, Meditation und Konsum)?
Inwieweit spielen Strategien öffentlicher Beschämung eine (neue) Rolle? Können sie nur als Demütigung erfolgen – oder auch produktiv werden, wenn sie uns auf die moralische Verantwortung aller (vor allem der Mächtigen) hinweisen?
Und, nicht zuletzt: Wieso ist die Wut so viel lauter als Trauer? Wie könnte Trauer in der Öffentlichkeit (wieder) zugelassen und ritualisiert werden? Wie könnte aus scheinbarer Hilflosigkeit Empowerment werden?
Über all das denkt unsere Denkfabrik nach: Politik & Gefühl. Künstler*innen aus Literatur, Musik, Film, Theater kommen mit Forscher*innen, Studierenden zweier Kunsthochschulen und mit dem Publikum zusammen.
In Lectures, Perfomances, Konzert und Film kommen wir den Fragen näher. Vielleicht auch möglichen Antworten.- aufgrund der Pandemie als Online-Event. Schaltet euch beim Live-Stream ein, diskutiert mit uns und erlebt Performances und Konzerte.

Fragt. Antwortet. Streicht die Antworten durch. Mit uns.

Politics & Sentiment is a three-day-think tank and brings together writers and colleagues from other artistic disciplines (music, film, theater) as well as from academia. Their inputs, performances and discussions revolve around collective emotions and their political potential: rage – shame – mourning – powerlessness. What has happened in the last five years to cause the tendency to »put one’s foot down« in larger groups to increase so much? To what extent do strategies of public shaming play a role? Can they only serve as humiliation - or can it also be productive when moral responsibility becomes the focus? How can mourning in public be allowed (again) and ritualized? How can we overcome a lack of power by strategies of self-empowerment? What artistic tools are available to make collective emotions representable?

23. April 2020 – 18:30 Uhr

Film-Stream

DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN – Film – Susanne Heinrich
Vom 23. April 18:30 Uhr bis zum 25.April 22:30 Uhr verfügbar
Zum Streamen des Films kostenlosen Gutschein über ticketing@burg-huelshoff.de anfragen. Nur solange der Vorrat reicht. Gilt für die Zeit der gesamten Denkfabrik.

  • Tickets: ticketing@burg-huelshoff.de

23. April 2020 – 18:30 Uhr

Key Note Lectures, Tanz- und Textperformances

18.30 Uhr:
BEGRÜßUNG – Jörg Albrecht (Künstlerischer Leiter Center for Literature/Geschäftsführer Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung), Kira Kirsch (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin brut Wien), Gerhild Steinbuch (Konzeption Denkfabrik für brut Wien, Professorin am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien)

18.35 Uhr:
ICH MÖCHTE MEINE WUT VERBERGEN – Performance – TanzPoeten

18.45 Uhr:
ANGST UND ZUKUNFT - NEUE TÜREN FÜR NEUE NORMEN - Key Note Lecture - Kübra Gümüşay

19.20 Uhr:
WUT UND MACHT. WESSEN »SORGEN UND ÄNGSTE« BESTIMMEN DEN DISKURS? - Key Note Lecture - Alice Hasters

19.55 Uhr:
LIVE-DISKUSSION – Jörg Albrecht, Alice Hasters, Kübra Gümüşay

20.30 Uhr:
YOU ARE – Performance – YOU ARE GROUP

  • Ort: www.burg-huelshoff.de

24. April 2020 – 10:00 Uhr

Inputs, Diskussionen, Konzerte und Film-Archiv

10.00 Uhr:
SUM ME UP – Zusammenfassung des Vortags – Studierende der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien: Anahit Bagradjans, Laurine Irmer, Laura Kunz, Max Andratsch, Laurenz Rogi

BLOCK I – SCHAM

10.10 Uhr:
SHAME – ÜBER EINE PERFORMANCETRILOGIE – Input – Marie Golüke

10.35 Uhr:
VERHÄLTNISMÄßIG UNVERHÄLTNISMÄßIG – ZUM AUSSTELLEN DER SCHAM - Input - Daniel Tyradellis

11.00 Uhr:
ICH GENIER MICH SO - Input - Stefanie Sargnagel

11.25 Uhr:
LIVE-DISKUSSION

BLOCK II – WUT

14.00 Uhr:
SOLITÄR UND SCHLAFTABLETTEN – Input – Enis Maci, Pascal Richmann

14.30 Uhr:
INPUT - Andreas Peham

14.45 Uhr:
INPUT - Alexander Karschnia

15.00 Uhr:
LIVE-DISKUSSION – Alexander Karschnia, Enis Maci, Andreas Peham, Pascal Richmann, moderiert von Florian Kessler

15.30 Uhr:
FURY’S DIARY – Beiträge der Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln – Inga Fischer
TOASTBROTE FOREVER? – Beiträge der Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln – Rike Hoppe, Veronika Schweighoferova
KANN MIR AUCH SELBST WAS MACHEN DANKE – Beiträge der Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln – Marie Sturm

19.30 Uhr:
UNSCHULD UND VERWÜSTUNG – Konzert – Barbara Morgenstern

20.15 Uhr:
KONZERT– Squalloscope

21.00 Uhr:
DJ-SET – Vina Yun

  • Ort: www.burg-huelshoff.de

25. April 2020 – 11:00 Uhr

Inputs, Diskussionen, Präsentationen, Performance- und Film-Archiv

11.00 Uhr:
SUM ME UP – Zusammenfassung des Vortags – Studierende der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien: Anahit Bagradjans, Laurine Irmer, Laura Kunz, Max Andratsch, Laurenz Rogi

BLOCK III – OHNMACHT

11.10 Uhr:
THIS MAKES ME WANT TO PREDICT THE PAST ODER WIE KÖNNEN WIR UNS EINE ANDERE ART VON ERINNERUNG UND GESCHICHTE AUSMALEN? – Input – Cana Bilir-Meier

11.35 Uhr:
ÜBER OHNMACHT – Input – Yannic Han Biao Federer

14.00 Uhr:
ES GIBT DIESE NAMEN / ES GIBT DIESE WUT - Beitrag der Studierenden der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien - Laura Bärtle, Hannah Bründl, Anouk Doujak, Maë Schwinghammer

14.30 Uhr:
KONKRETE MAßNAHMEN, DAMIT ALLES BESSER WIRD - Lecture - Jean Peters

15.00 Uhr:
INPUT - Gabu Heindl

15.15. Uhr:
INPUT - Kathrin Röggla

15.30 Uhr:
LIVE-DISKUSSION - Gabu Heindl, Jean Peters, Kathrin Röggla, moderiert von Florian Kessler

BLOCK IV – TRAUER

19.00 Uhr:
MELANCHOLIE UND NEOLIBERALISMUS – ÜBER GEFÜHLE ALS WAREN, GESCHICHTEN ALS WÄHRUNG UND DEN ZWANG ZUR POSITIVEN IDENTIFIKATION - Input - Susanne Heinrich

19.30 Uhr:
BLUMEN FÜR OTELLO – ÜBER DIE VERBRECHEN VON JENA - Performance - Esther Dischereit, İpek İpekçioğlu

20.30 Uhr:
VERSUCH ÜBER DAS STERBEN - Performance - Boris Nikitin

21.30 Uhr:
GOOD MOURNING - Live-Diskussion - Jörg Albrecht, Esther Dischereit, İpek İpekçioğlu, Boris Nikitin

22.00 Uhr:
DJ-SET - DJ Ipek // Eklektik BerlinIstan

  • Ort: www.burg-huelshoff.de

Politik & Gefühl wird präsentiert von Burg Hülshoff – Center for Literature und brut Wien und gefördert durch den Deutschen Literaturfonds e.V.


In Kooperation mit der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM), dem Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien und Literaturhaus Wien.
Die Kooperation mit der KHM wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.


Konzeption Wien: brut & Gerhild Steinbuch
Konzeption Münster: Burg Hülshoff – Center for Literature