Burg Hülshoff

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© Harald Humberg

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Die Burg ist Stammsitz eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, das die Geschichte des Fürstbistums und der Stadt Münster maßgeblich mitgeprägt hat. Das bei weitem bekannteste Familienmitglied aber war die große deutsche Schriftstellerin: Annette von Droste-Hülshoff.

Eingebettet in die Landschaft des Münsterlandes, ungefähr 10 km westlich von Münster, liegt die Wasserburg Hülshoff, inmitten einer grünen Parklandschaft. Eine weit über 500-jährige Familientradition gab ihr das urmünsterische Gepräge und Aussehen. Das malerische Wasserschloss ist das Geburtshaus der Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) und der Ort, an dem sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Auch deshalb kommt der Burg ein internationaler Rang zu.

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Die erste urkundliche Erwähnung der Burg datiert aus dem Jahr 1349. Entwickelt hat sie sich aus dem ehemaligen Oberhof »zum Hülshof«, dem von den damaligen Besitzern, den Herren von Schonebeck, ein Herrenhaus zugefügt wurde. 1417 erwarben die Vorfahren der Dichterin den Rittersitz. Fortan nannte sich die Familie dann auch: Droste zu Hülshoff. Das in den Jahren 1540-1545 als geschlossene Renaissanceanlage erbaute Herrenhaus ist im Wesentlichen bis heute erhalten.

So wie sich die Anlage gegenwärtig präsentiert, handelt es sich um einen wunderschönen Renaissancebau aus den Jahren 1540-1545 nach einem Umbau Heinrichs I von Droste-Hülshoff. Heute befindet sich in dem Wasserschloss u.a. das Droste-Museum, das einen Einblick in das Leben der Dichterin und des Adels jener Zeit eröffnet. Der umgebende Park bietet im Sommer ein attraktives Ausflugsziel.

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Von den bis heute erhaltenen Gebäuden ist die Hauptburg, das Herrenhaus, das älteste. Es stammt von 1545. Das Herrenhaus ist ein typisches Beispiel des münsterländischen Schloss- und Wohnbaus. Stilistisch bilden hier Spätgotik und Renaissance eine künstlerische Einheit Jenseits des Wassers, auf der Insel, die dem Herrenhaus vorgelagert ist, erstreckt sich die Vorburg, rechteckig, von West nach Ost. Sie wurde, wie auch die Neue Ökonomie, als Stallung genutzt.

Der 30 Hektar große Park ist heute wieder der Landschaftsgarten, als den ihn Clemens August II. von Droste-Hülshoff, Vater Annettes, ihn seinerzeit plante. Die weiträumigen Anlagen laden zu Spaziergang, Erholung und Entspannung ein.
Hier finden sich das Winter- und Sommerboskett (kleines Lustwäldchen innerhalb eines geometrisch gestalteten barocken Schlossgartens), eine Art Freilichttheater aus Hecken und Bäumen und seinerzeit ein Muss der gepflegten Gartenkultur. Eine große Liegewiese mit Sitz- bzw. Liegemöbeln, das Wildgehege, eine reizende Garteninsel und ein kleines Teehaus im Wald, laden zum Spaziergang, zur Erholung und Entspannung ein. Auch heute ist der umgebende Park im Sommer ein attraktives Ausflugsziel.

Heute befindet sich in dem Wasserschloss u.a. das Droste-Museum, das einen Einblick in das Leben der Dichterin und des Adels jener Zeit eröffnet. Das Droste-Museum befindet sich im Hochparterre der Burg – über dem im Souterrain befindlichen Restaurant. Die Ausstellung im Herrenhaus führt durch mehrere Wohnräume, die Informationen über die Geschichte der Burg Hülshoff sowie das Leben von Annette von Droste-Hülshoff liefern.

Das Droste-Museum gewährt den Besucher*innen lebendige Einblicke in die Lebensgewohnheiten des münsterischen Adels zur Zeit des Klassizismus und des Biedermeier.
Zu sehen sind beispielsweise das kleine Empfangszimmer und der große Speisezimmer mit Gemälden der Vorfahren der berühmten Dichterin, kostbare Möbelstücke aus vergangenen Jahrhunderten, die reich bestückte Bibliothek des Hauses und Erinnerungsstücke an Annette von Droste-Hülshoff und einige persönliche Gegenstände.
Die Atmosphäre in den Räumen und die Aussicht aus dem prachtvollen Gartensaal eröffnet den Blick auf den Schlossgraben und den Park und lässt das Lebensgefühl des Landadels der vergangenen Jahrhunderte erahnen.

Seit 2014 werden unter Leitung des Büros Mensen + Zora Architekten (Münster) dringend erforderliche Sanierungsarbeiten geleistet, die aus dem Denkmalschutzsonderprogramm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) sowie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert werden.