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Künstler*in

Esther Dischereit

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© Bettina Straub

Esther Dischereit lebt in Berlin. Die Lyrikerin, Essayistin, Erzählerin, Theater- und Hörstückautorin hat sich als Tochter einer Mutter, die die Shoa in Nazi-Deutschland überlebte, immer wieder mit Rassismus und Antisemitismus beschäftigt. Die Beziehungen einer »Mehrheits«gesellschaft zu sich selbst und zu den anderen sind Fragen, die sie in ihren politischen Einreden zum Thema macht.
Seit 1988 wurde sie mit Joëmis Tisch, einem Prosaband, und den Essays Übungen jüdisch zu sein zu einer der profiliertesten Vertreter*innen der sog. jüngeren jüdischen deutschsprachigen Literatur. 2019 war sie DAAD Chair for Contemporary Poetics an der New York University. Im Jahr 2009 erhielt sie den renommierten Erich-Fried-Preis. Bis 2017 war Esther Dischereit Professorin für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie installierte zusammen mit Dieter Kaufmann das audioakustische Denkmal zur Würdigung der jüdischen Bürger*innen von Dülmen Eichengrün-Platz. Als Buch: Vor den Hohen Feiertagen gab es ein Flüstern und Rascheln im Haus. (dt/engl.) Im Museumsquartier Wien schuf sie die Installation zu Partikel vom Großgesichtigen Kind, gleichn. Buch 2014 (dt/engl.) Für Blumen für Otello hat sie die Sitzungen des Bundestagsuntersuchungsausschusses zu den NSU-Morden besucht. Diese Arbeit wurde als Hörstück für den ARD Medienpreis nominiert. Zuletzt erschienen: Lyrik Sometimes a Single Leaf, übers. von Iain Galbraith, 2020 und Essays Mama darf ich das Deutschlandlied singen, 2020.