To belong or not to belong?

World Wide World, Care

04. April 2019 bis 06. April 2019

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(c) CfL

Vortrag – Lesung – Performance – Installation – Gespräch – Konzert

4. bis 6. April 2019, Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus

in Kooperation u.a. mit der Kunsthalle Münster

In ihrer Schrift Jetzt schreibt das französische Kollektiv Unsichtbares Komitee mit Bezug auf die aktuellen nationalistischen Bestrebungen:

Überall verspricht man also, die verlorene Einheit gewaltsam wiederherzustellen. Nur, je mehr man ‚spaltet‘ und gleichzeitig über das ‚Zugehörigkeitsgefühl‘ schwadroniert, desto mehr breitet sich die Gewissheit aus, bei all dem nicht dazuzugehören.

Also:

To belong or not to belong?

Unter diesem Titel sprechen wir. Über die Rolle(n) von Kunst und die Verantwortung der Zivilgesellschaft angesichts globaler Migrationsbewegungen und neuer Mauern. Darüber, wieso manche dazugehören sollen und andere nicht.

Doch was heißt Zugehörigkeit überhaupt? Und wieviele Worte gibt es für Migration? Migrieren Menschen der zweiten oder dritten Generation auch noch? Sind Stadt- oder Landflucht auch Wanderungen? Welche Ängste und Hoffnungen sind mit beiden verbunden? Wie kann Sprache wandern, anstatt Mauern zu akzeptieren – oder gar zu ziehen? Muss zeitgenössische Kunst auf gesamtgesellschaftliche und weltpolitische Entwicklungen überhaupt reagieren? Oder sollte sie sich lieber auf beispielhafte Alltagsphänomene, auf private Erfahrungshorizonte konzentrieren?

Die literarische Denkfabrik ermöglicht ein offenes Gespräch – in Diskussionspanels und Arbeitsgruppen. Impulsvorträge, Lesungen, Installation und Textkonzert bringen weiteren Input.

To belong or not to belong? lädt alle ein, mit zu sprechen und nachzudenken. Es werden Positionen formuliert: gemeinsame wie gegensätzliche. Die Denkfabrik will Dinge klären. Aber nicht final und eindeutig, sondern so temporär und vielschichtig, so lustvoll und spielerisch wie nur möglich.


Mit u.a. Max Czollek, Afsane Ehsandar, Bernadette La Hengst, Thomas Köck, Özlem Özgül Dündar, Sandra Richter, Ivana Sajko, Miroslava Svolikova, Gerhild Steinbuch und Bernhard Studlar.