Veranstaltung

Text-Musik-Karussell

Anbauen! World Wide World, Poetik des Publikums

23. September 2018 – 15:00 Uhr bis 16:10 Uhr

cfl_ss_fb-neu1.png

Drei Mal dreht sich das Karussell. Drei Mal treffen Literatur und Musik aufeinander. Drei Mal auf völlig unterschiedliche Weise. Einmal volle Wucht aktuelle Politik. Einmal in Form einer Live-Art-Literaturmaschine. Einmal eine Konfettikanone Weltliteratur.

WOLFWELT
Da wächst was unter der Stadt, was sich durch die Gassen schiebt und in die Körper. Mit Wolfsaugen schaut es dir aus dem Spiegel entgegen, mit Wolfsfäusten  und -tritten bringt es dich in Form, nein, das bringt alles in Form, was nicht in die sogenannte Heimat passt. Während die Neue Alte Rechte mit fröhlichen Wolfsgesichtern vor der Stadt auf und ab läuft und die rot-weiß-roten Bildränder festzurrt, befragen Gerhild Steinbuch und B. Fleischmann das, was in der Stadt bleibt, was von der Stadt übrig bleibt, wenn man das zur Schau gestellte Heimatgefühl abzieht, wenn das endlich weiterzieht. Musik und Text wandern mit im Raum.

VERSTREUT DIE IDENTITÄTEN
Rike Scheffler performt Live-Verdichtungen von Sprache, Sound und Gesang. Mit kraftvoller, zarter und verschmitzter Stimme, Loopmaschine, Synthesizer und Effektgeräten spannt sie Dialoge zwischen Silben, Versen und Melodien. Einer Architektin gleich baut sie gemeinsam mit Ihnen Gedichte, vielschichtige Klangskulpturen von außerordentlicher Suggestivität. Poetisches, Alltägliches und scheinbar Widersprüchliches verbinden sich vor Ihren Augen und Ohren zu berührenden Szenen, Prismen von Leben, Lieben, Identitäten und Politik. Ein Plädoyer für die Gleichzeitigkeit von Realitäten, die Aufhebung von Grenzen und Linearität.

PENG PENG PENG
Philipp Scholz lauscht. Nora Gomringer atmet ein, Scholz holt aus, Gomringer setzt an, Scholz trommelt, Gomringer spricht und PENG PENG PENG. Alte Magie in neuem Gewand: Jazz & Rezitation. Nora Gomringer performt eigene Texte sowie Zeilen aus der gesamten Weltliteratur – von Dorothy Parker zur experimentellen Literatur des 20. Jahrhunderts und großen Klassikern. Der Jazz-Drummer Philipp Scholz gibt den Takt an, begleitet Gomringers wilden Wortritt, leitet, stört die Sprecherin und pointiert sie. Gemeinsam sorgen sie für einen fatallyrischen Knall der Extraklasse.


SCHAUSTELLEN! wird gefördert durch die Kunststiftung NRW.