Veranstaltung

Nature Studies 1 – Von Pflanzen lernen

Anbauen!

14. Februar 2019 – 19:30 Uhr

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Die Aerde hat caine Aesthetic.

Schreibt der Lyriker Daniel Falb. Und hat er nicht recht? Wieso sollte sich Natur für Kunst interessieren? Und was kann Kunst überhaupt sagen angesichts des Gewimmels der Würmer im Humus, angesichts der Rodung Jahrhunderte alter Wälder und angesichts der verschwindenden Bienen?

Nature Studies ist ein dreitägiger Workshop, mit dem das Center for Literature den großen Schwerpunkt Anbauen! beginnt.

Was ist Natur heute? Was verstehen wir darunter, was nicht – oder nicht mehr? Kann Bauen nachhaltig sein, oder bringt das Wachstum der Städte den Planeten weiter ans Limit? Sehen wir Natur nur als Ressource zur Vermehrung des Kapitals? Und: Wie kann eine Literatur, wie eine Kunst zukünftig aussehen, die den veränderten Wirklichkeiten gerecht wird?

Um all das anzureißen und dann in mehreren transmedialen Projekten zu vertiefen, versammeln sich im Februar Künstler*innen und Expert*innen aus Städtebau, Soziologie, Geschichte und Gardening auf Einladung des CfL.

Drei der insgesamt sieben Vorträge sind für alle geöffnet: Am 14. Februar, im Haus Rüschhaus, stellt der Agrar-Ingenieur Tassew Shimeles das Projekt vor, das er 1996 mitgründete: die Internationalen Gärten Göttingen, wo Menschen verschiedener kultureller Backgrounds gemeinsam säen, anpflanzen, ernten, sprechen, feiern, leben.

Außerdem wir die Politik- und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin Daniela Gottschlich einen Blick auf Klima- und Geschlechtergerechtigkeit. Wie hängen beide zusammen? Wen trifft globale Erwärmung am meisten?

Am 15. Februar geht es weiter im LWL-Museum für Kunst und Kultur mit Peder Anker und Imperial Ecology.


Anbauen! wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Kunststiftung NRW. Das Projekt ist Teil des Jubiläumsprogramms 100 jahre bauhaus im westen des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, des LWL und des LVR.