Veranstaltung

Femness. eine zeitaufnahme

Re:Reading Droste, Care, Poetik des Publikums/Poetics of the public

06. Juli 2019 – 14:00 Uhr

Wir bitten um Anmeldung im Vorfeld unter drostefestival@burg-huelshoff.de.
Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr!

mit
apl. Prof. Esther Dischereit
Josephine Findeisen
Sonja Hornung
Panni Néder
Elia Nurvista
Kinga Tóth

14:00 A WORK THAT DOESN‘T WORK or WE MIGHT AS WELL BE ON CRYSTAL
Performance – Josephine Findeisen (DE)
Fast 100 Jahre nach Isadora Duncans dramatischer Repräsentation der industriellen Arbeit (Revolutionary Study, 1921) beschäftigt sich Josephine Findeisen mit den Arbeitsabläufen von Arbeiterinnen in den Logistikzentren von Amazon. A WORK THAT DOESN‘T WORK... richtet den Blick dorthin, wo sich Klassenzugehörigkeit am
Zugang zu gesellschaftlichen Räumen manifestiert.

15:00 Kollektive Textkörper
Workshop – Kinga Tóth (HU) und Panni Néder (HU)
In diesem Workshop versuchen wir, den Körper für den richtigen „Klang“ zu öffnen, zu erreichen und mit dem „Anderen“ zu kommunizieren. Dadurch schaffen wir einen kollektiven Textkörper und verbinden verschiedene Genres miteinander. Während des Workshops stellen sich folgende Fragen zum Feminismus: Inwieweit ist die (Text‐) Schöpfung eine weibliche Funktion und ein politischer Akt?

17:00 instant love
Performativer Workshop / gemeinsames Gericht ‐ Elia Nurvista (IN)
Ein besonderes Fertiggericht wird von der Gruppe gemeinsam vorbereitet, serviert und gegessen. Dadurch betont und hinterfragt Elia Nurvista die Rolle, die Gender, Arbeit und Liebe in der Ökonomie des Essens spielen.

18:15 Sperre
Installation – Sonja Hornung (AU)
Kurz vor und vor allen Dingen nach der russischen Revolution entstanden in der UdSSR Lebensentwürfe, die versuchten, sich von der Trennung zwischen den Geschlechtern und damit von der „Frauenarbeit“ zu verabschieden. Ausgangspunkt für Sperre war ein Projekt der russischen Konstruktivistin Varvara Stepanova (1894‐1958), die eine „Uni‐Form“, oder „universelle Form“, für den „post‐revolutionären Körper“ realisierte.

18:30 Wann hast du das letzte Mal auf der Spitze eines Berges Sex gehabt?
Performance – Panni Néder (HU)
„Wann hast du das letzte Mal auf der Spitze eines Berges Sex gehabt?“ ist eine autobiografische Performance mit Bewegungselementen. In 14 verschiedenen Sprachen thematisiert Panni Néder kulturelle Unterschiede zwischen in Ost‐ und in West‐Europa sozialisierten Menschen und hinterfragt die Rolle von Sprache in der gesellschaftlichen und kulturellen Integration.

18:45 Mariamaschina
Performance – Kinga Tóth (HU)
Kinga Tóths „Mariamaschina Gebetarbeit“ erforscht die traditionellen Gebete und das Leben der heiligen, seligen Frauen und erhebt sie gleichzeitig ins XXI.
Jahrhundert. Über das Studium heiliger Frauen (vor allem der Heiligen Maria) und ihrer Lebensläufe sucht Kinga Tóth nach Parallelen und Bezügen; die neu entstehenden Gebete der Mariamaschine sind aber Gebete der Gegenwartsfrauen, die in ihrem Leben ähnlichen Problemen der Gesellschaft, wie Gewalt, Unterdrückung, Macht ins Auge schauen.

19:00 Ein‐Sprechen und Ein‐Denken
Lesung – Esther Dischereit (DE)
Über die unmöglichkeit die kaffeetasse wie verstohlen abzusetzen weil der herr die werkhalle oder das büro betritt und darüber dass es eine strafe ist den klang bestimmter absätze auf fluretagen zu hören hinter denen frauen und mädchen sitzen deren sexappeal hier sinnlos verschleuderte schönheit tagg tagg tagg und wie die herren sich tun mit den frauen in den führungspositionen und warum me too wahrscheinlich keine us amerikanische eigenart ist […]

19:15‐20:15 Gemeinsame Diskussionsrunde

20:15 Drinks, ab 21:00 Die Heiterkeit (Konzert)

In this performative workshop author Kinga Tóth and visual artist Sonja Hornung bring together artists and participants. Their aim is to search for safe spaces and (body)languages, that create solidarity, room for maneuvers and the strength to combat patriarchal structures. This is the kick-off for a series of workshops that will be conducted in various cultural institutions around Europe. Join us and take part!


Das Droste Festival 2019 wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und das Droste-Forum e.V.


Die Reihe Femness ist eine Koproduktion von Sonja Hornung und Kinga Tóth mit Burg Hülshoff – Center for Literature