Festival

Believe (in) us.

Re: Reading Droste, Erlösung

18. Juni 2020 bis 21. Juni 2020

Im Jahr 2020 dreht sich beim Droste Festival alles um Glauben. Vier Tage lang stellen Reden, Lesungen, Filme, Hörspiele, ein Musical, eine Adaption der Judenbuche und eine Synagoge der Jungen die Frage: Woran glauben wir?

 

Ist es der Glaube nur, dem du verheissen, dann bin ich todt. O Glaube! Wie lebendgen Blutes kreisen, er tut mir noch; ich habe ihn nicht.

— Annette von Droste-Hülshoff

Believe (in) us. Unter diesem Titel feiert das Center for Literature (CfL) 2020 sein Droste Festival. Es geht um unseren Glauben an Demokratie und Menschenrechte. Es geht um Texte, die unser soziales und demokratisches Empfinden, Denken, Leben prägen – ob Heilige Schrift(en), Droste-Hülshoffs Geistliches Jahr, Beyoncés Formation oder die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Es geht
um den Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft; also darum, wie wir wieder und immer weiter miteinander sprechen können, auch wenn wir in einigen oder vie- len Positionen nicht übereinstimmen und darum, wie Kunst Glaubensverunsicherungen sichtbar und sagbar machen kann.
Denn woran glauben? An Gött*innen? An den freien Markt? Oder an die Demokratie, die immer dabei ist, verwirklicht zu werden? Glauben wir an die Universalität der Menschenrechte oder vor allem an ihre Zerbrechlichkeit und daran, dass sie täglich neu behauptet werden müssen? Glauben wir überhaupt an die Gesellschaft – oder daran, dass sie (wie Margaret Thatcher es sagte) gar nicht existiert?
Finden wir es mit allen Höhenflügen und Tiefgängen, mit Herz und Bauch, mit Raum für Zweifel und neue Bündnisse heraus.
Das erwartet uns:
• Eröffnungsreden von Olga Flor und Reyhan Şahin
aka Dr. Bitch Ray.
• das Musical Jesus Cries Superstar der Performance-
gruppe dorisdean
• EdgarSelgeundJakobWalsermiteinerLesungaus
Björn Bickers Was glaubt ihr denn?
• die Droste Lectures mit Maren Kames und Sivan Ben
Yishai
• die Weltpremiere eines neuen Films von Eva Meyer
und Eran Schaerf
• ein Film- und Poesieschwerpunkt zu Glaube bei Pier
Paolo Pasolini
• eine Aufführung der Judenbuche durch das Ensemble ARTIG der Marienschule Münster
• weitere Performances zu Unica Zürn, Ann Sexton und Annette von Droste-Hülshoff
• die Marienandacht der Lyrikerin Kingá Toth und Diskussion mit Maria 2.0
• die Synagoge der Jungen
• und ein Lesebürger*innen-Café!

In the year 2020, the Droste Festival is all about belief. Over the course of four days, speeches, readings, films, radio plays, a musical, an adaptation of Judenbuche (The Jew’s Beech) and a Synagogue of the Young will pose the question: what do we believe in? In art? In human dignity? In gods? In equality? Or simply in ourselves?