Künstler*in

Ipek Ipekcioglu

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© Christin Melis

International erfolgreiche, in Berlin/Istanbul lebende DJ & Produzentin, Kuratorin Ipek Ipekcioglu ist eine angesehene Institution in der Szene des weltweiten Nachtlebens.

Die queer-lebende Ipek ist eine der meist gefeierten und vielseitigsten Djs der Berliner Clubszene, weltweit als die Königin des Eklektik BerlinIstan bekannt.
Inspiriert von ihrer bikulturellen Sozialisation und Einflüssen mit ihrem Eklektik BerlinIstan hat Ipek eine Marke entwickelt, die für einzigartige und hybride Soundmixe steht: Psychedelic Turkish Funk trifft auf Disko, Balkanfolk auf House, kurdischer Halay auf Elektro, türkischer Tango auf Break Beat, Bhangra auf Moombahton, albanischer Pop auf Twerk, iranischer Folk auf Techno, Anatolische Volkslieder auf Deep-house.
Euphorische Begegnungen und Grenzüberschreitungen auf der Tanzfläche – ganz ohne Passkontrolle und Integrationstest. Dabei genießt Ipek das Spiel mit musikalischen Klischees und begeistert zugleich mit unbekannten Insidern.

Neben dem Auflegen und Produzieren hat Ipek‘s Arbeit einen starken sozial-kritischen Fokus. Sie beschäftigt sich in diversen Projekten unter anderem mit Themen wie Frauen, Migration, Rassismus, Mehrfachdiskriminierung und Genderthemen, welche sie in ihre Musik einfließen lässt. In all ihren Arbeiten setzt die Türkeistämmige auf Kultur- und Genderdiversity und das Öffnen von Grenzen innerhalb verschiedener der ethnischen und elektronischen Musikszene.
Die sozial-kritische aktive Produzentin, Dj, Aktivistin und Mitglied des female:pressure Netzwerks ist unter anderem Schirmherrin der Aktion Courage – School against racism.
Diesem besonderen Mix und ihrem Aktivismus verdankt Ipek auch die Ehrung des Berliner Stadtmagazin Zitty als eine »der wichtigsten kulturellen Persönlichkeiten der Hauptstadt«. In 2018 wurde sie vom Berliner Senat mit dem Preis für lesbische Sichtbarkeit ausgezeichnet.