„Kriminalbankett“ vom 27.05.11 Zeitungskritik
„Gaumenschmaus mit Gänsehaut in alten Gemäuern“ hatten die Veranstalter ihr „Kriminalbankett“ am Freitagabend im urigen Restaurant in den Kellergewölben der Burg Hülshoff überschrieben. „Bei Griebenschmalz und „Kräuterquark“ hätte dazu gehört. Aber auch so attestierten die überraschten Gäste dem unheimlichen Krimispektakel, das zwischen mehreren opulenten Menügängen vor ihren Augen ablief, Bestnoten feiner Unterhaltung.
Es blieb nicht bei dem schon angeführten Speisen-Entrée mit Griebenschmalz. Um das Geschehen um den Mord an Engelbert I., Erzbischof von Köln, voll genießen zu können, servierte das Haus Hülshoff zwischenzeitlich auch Rahmsuppe vom Bärlauch mit Lachsstreifen, gedünsteten Spargel mit Lauch und Tomaten im Pfannküchlein sowie Schweinelende mit Honig-Senfsoße, Speckböhnchen und Röstkartoffeln.
Die Handlung rund um das Kapitel deutscher Geschichte – geschehen exakt am 7. November 1225 – verband dabei Spannendes komödiantisch und musikalisch. Wie das Essen war es einfach köstlich.
Das erlebten auch die Gäste, die in wenigen Rollen in das Theaterspiel einbezogen wurden. Die bekannteste Rolle übernahm dabei die Havixbeckerin Margit Dohrenbusch. Sie trat überzeugend als Annette von Droste-Hülshoff auf.
Letztendlich konnte – bei Rhabarberkompott mit Erdbeeren und Vanilleeis – auch der ruchlose Meuchelmörder mit Hilfe der Gäste seiner gerechten Strafe zugeführt werden.
Erschienen in den Westfälischen Nachrichten vom 30.05.2011, Artikel von “dk” – Dieter Klein